Die Orchestermäuse

Trailer

Ein musikalisches Märchen

Am Sonntag 2. Dezember 2018, also im Rahmen unseres traditionellen Kirchenkonzertes, planten wir in Zusammenarbeit mit dem Familientreff Neudorf die Aufführung des musikalischen Märchens „die Orchestermäuse“.

Katzenmusik, eine Mäuse-Band und ein Orchester mit einem Maestro und einer echten, geigenspielenden Hexe! Dazu noch ein bis zwei Zaubermelodien und nicht zu vergessen: ein Waldgeist. Ein finsterer Waldgeist mit einem Herzen aus Stein… fertig ist die schaurig-musikalische Geschichte von den „Orchestermäusen“.

Die Geschichte stammt aus den Federn von Howard Griffiths. Der in England geborene Dirigent und Autor leitete in Zürich während 10 Jahren das Zürcher Kammerorchester und ist seit 2007 Chefdirigent des Brandenburgischen Staatsorchesters.

In Klang gesetzt wurde das musikalische Märchen für Sinfonieorchester vom jungen Schweizer Komponisten Fabian Künzli. Seit seinem zehnten Lebensjahr spielt Fabian Künzli Klarinette und sammelte Erfahrungen in vielen Bands und Orchestern. Das Rüstzeug für seine Tätigkeit als Komponist holte er sich an der Zürcher Hochschule der Künste, die er 2010 mit einem Master abschloss.

Fabian Künzli arrangierte für uns das musikalische Märchen „Die Orchestermäuse“ für Blasorchesterbesetzung. So kam es am 2. Dezember 2018 in Neudorf zur Uraufführung der Blasorchester-Version dieser musikalischen Geschichte.

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Wir haben die Gelegenheit genutzt und Fabian Künzli einige Fragen gestellt.

Was hat dich veranlasst Komponist zu werden?

Meine Leidenschaft für Musik, mein Wunsch, kreativ tätig zu sein und mein Wille, die eigenen und andere Ohren zu öffnen.

Was hat dich besonders inspiriert bei der Vertonung des musikalischen Märchens „Die Orchestermäuse“?

Ich denke, bei dieser Geschichte haben mich die Tiere – Katzen und Mäuse – und im Besonderen auch der Waldgeist inspiriert. Sie alle haben einen besonderen Zugang zur Musik und einen eigenwilligen Umgang damit. Dass am Ende diese unterschiedlichen Klangvorstellungen mit dem ordentlichen Orchester zusammenkommen, stellte für mich eine ganz ansprechende Herausforderung dar.

Wie muss man sich die konkrete Arbeit, das Komponieren vorstellen?

1. Ideen sammeln: Skizzen aufschreiben, Konzepte ausarbeiten, in meinem Studio Video- und Tonaufnahmen machen.

2. Notieren einer zusammen gefassten Partitur mit Bleistift und Notenpapier, dies geschieht oft am Klavier.

3. Orchestrieren und Erstellen des Notenmaterials für die Musikerinnen und Musiker am Computer.

Komponieren oder arrangieren? Was bevorzugst du?

Komponieren.

Was sind die grössten Herausforderungen beim Arrangieren?

Das weiss ich nicht. Vielleicht künstlerisch eigenständig zu bleiben?

Wo liegen die grössten Unterschiede zwischen den beiden Formationen Sinfonieorchester und Blasorchester (ausser der Besetzung) und was können die einen von den anderen lernen?

So naheliegend und einfach die Antwort im ersten Moment klingt: Es sind die Streicher. Und damit meine ich eben nicht nur die Besetzung. Kein Instrument in einem Blasorchester spielt in der Art wie Streichinstrumente und natürlich sollte es diese auch nie ersetzen müssen. Ebenso klingt ein und dasselbe Blasinstrument in einem Sinfonieorchester anders als in einem Blasorchester. Das ist eine Frage des Kontextes.

Ich glaube, hier können beide Formationen viel voneinander lernen und Inspiration finden beim Hören des anderen Ensembles. Dieses aufmerksame Hinhören kann fast unausweichlich zu einer Ausweitung des eigenen Spektrums führen – klanglich, dynamisch, artikulatorisch. Als Arrangeur versuche ich diese Ausweitung übrigens oft zu provozieren – und verzeihen Sie bitte die Klischées: Ein Streichensemble kann atmen und messerscharf artikulieren, ein Blasorchester vermag auch ganz feine und leise Töne von sich zu geben und Blechblasinstrumente können in einem Sinfonieorchester erhaben laut klingen, so dass allen anderen das Mitspielen vergeht. Hier wird’s doch richtig spannend!?

 

www.fabiankuenzli.ch

www.orchester-maerchen.ch